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Nach neuen Meeren Dorthin – will ich; und ich traue Mir fortan und meinem Griff. Offen liegt das Meer, in’s Blaue Treibt mein Genueser Schiff. Alles glänzt mir neu und neuer, Mittag schläft auf Raum und Zeit: Nur dein Auge – ungeheuer Blickt mich’s an, Unendlichkeit. Friedrich Nietzsche |
2014 schrieb ich: „Ich bin frei, habe Fesseln abgeworfen und mache mich noch einmal auf den Weg. Auch Naheliegendes, Kleines kann ein Horizont sein. Der Horizont verschließt grundsätzlich nichts. Hinter ihm öffnet sich die Welt.Mit allem, was immer noch schön ist in ihr. Die Augen offen, Schritt für Schritt. Die Kriege nicht vergessen: Tel Aviv, Gaza, Syrien, Irak, Ukraine, die Not derer, die auf der Flucht oder auf der Suche nach einem besseren Leben sind. All das Elend. Das Grauen. Drohungen: Heiliger Krieg und GottesStaat – und die näher liegende Not des Alltags. Fragen über Fragen. Zu dem, was ich mir vornehme, gehört dieser Blog. Ob er einen Horizont öffnet, muss sich zeigen. Ich werde in der nächsten Zeit den einen oder anderen Gedanken hierher setzen.“
Das Projekt war schwieriger zu realisieren als gedacht. Die Welt ist inzwischen nicht einfacher geworden. Im Gegenteil: Hinter uns liegen die große Flüchtlingswelle des Jahres 2015, die Akte nur scheinbar blinden – organisierten – Terrors in Paris, Brüssel, Nizza und vielererorts sonst, Verunsicherheit, Angst bei vielen, die Auflösung der europäischen Ordnung, die Sehnsucht nach einfachen Antworten, der Brexit, Nationalismus, Populismus, Marine Le Pen und Donald Trump… Wir leben in schwierigen Zeiten. Fragen über Fragen.
Ich nehme mein Projekt noch einmal auf, beginnend mit einem Fotobericht über eine Fahrradreise nach Sizilien, die ich im Mai und Juni dieses Jahres unternommen habe. Dabei soll es nicht bleiben.
Wenn es zu einem Austausch über das eine oder andere käme, wäre es schön. Nicht dieses „gefällt mir“/“gefällt mir nicht“, kein Abladen von Ressentiment. Nicht die Wichtigtuerei, und Selbstgefälligkeit die ich in der Facebook-Kommunikaktion beobachte. Nadenklich, dialogisch.
Zum ersten Anlauf hatte ich einen Kommentar erhalten. Den lasse ich stehen.
Wer einen Gedanken, Einwand, eine Ergänzung… beitragen möchte: zur Kommentarfunktion
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Denken und gehen ohne Fesseln, eine lockende Einladung. In’s Unbekannte, Neue gehen.. ja, das kenne ich schon ein wenig. Bin aber immer wieder überrascht, wie sehr das Kleine im Alltag ein Horizont ist, den ich hinnehme, den zu öffnen und zu überschreiten ich zögere. Dennoch, mein Mut verlässt mich nicht. Ab und zu fällt mir Kant ein: Habe den Mut, dich deines Verstandes zu bedienen. Wage es, zu wissen. — Dank und Respekt für deine Worte, Otto.